0:2 Heimspielniederlage gegen Wattens

 Im zweiten Spiel in Folge gegen eine Tiroler Mannschaft muss sich der FAC, nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Wattens geht durch ein Eigentor mit 0:1 in Führung. Der FAC kann sich von diesem Schock nicht erholen und kassiert in der Folge auch noch das 0:2   nach einem Foulelfmeter.

Abwartende erste Halbzeit beider Mannschaften

Nach dem, durch Herrn Haubenwallner von der Firma RHTB, durchgeführten Ehrenanstoß, startete der FAC durchaus bemüht in die erste Halbzeit. In der zweiten Minute köpft Hirschhofer nach Sahanek Freistoß über das Tor. Ansonsten waren die ersten 20 Minuten weitgehend ereignislos. Man hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften auf keinen Fall den ersten entscheidenden Fehler begehen wollten. Vor allem Wattens zeigte in der ersten Halbzeit wenig, der FAC kam dann doch noch zu der einen oder anderen Chance, machte aber daraus zu wenig. In der 23. Minute setzt sich Davies auf der Seite durch, findet Sahanek auf der langen Stange, der den Ball aber weder aufs Tor bringt, noch gut genug ablegen kann. In der 29. Minute ist es wieder Davies, der auf der Seite aufzieht und Hirschhofer in die Tiefe schickt. Tormann Oswald ist  knapp vor ihm am Ball und vereitelt die Chance. Nur eine Minute später übernimmt Flavio dos Santos Dias ein Tursch-Zuspiel direkt in halber Höhe. Der Schuss auf das lange Eck fällt jedoch zu schwach aus. In der 31. Minute dann die größte Chance auf den Führungstreffer: Sahanek tritt einen Eckball direkt Richtung kurzes Eck, der Ball prallt von der Stange auf Kreuzriegler ab und an das Knie eines Gegenspielers. Es bleibt beim 0:0. In der 41. Minute probiert es der aufgerückte Kröpfl  nach Zuspiel von Davies  noch mit einem Distanzschuss, der jedoch zu ungefährlich ausfällt. Wattens gibt 2 Minuten später, ebenfalls mit einem Schuss aus der Ferne noch ein Lebenszeichen von sich, der Schuss von Kekez geht jedoch am Tor vorbei.

Wattener-Doppelschlag in Hälfte Zwei

Nicht nur das Wetter in Floridsdorf, sondern auch die Wattener  wurden in der zweiten Hälfte zunehmend unangenehmer. In der 54. Minute kommt es dann ganz hart für den FAC: Buchacher setzt sich auf der Seite durch und  Raischl  versenkt den Ball, beim Versuch zu klären, im eigenen Tor. Der FAC wirkt durch dieses Tor zunehmend verunsichert. Nur 5 Minuten später steht Toplitsch nach Zuspiel von Pranter allein vor dem Tor. Sein Schuss geht zwar am Tor vorbei, Martin  Kreuzriegler holt den Stürmer jedoch im Rutschen von den Beinen, Schiedsrichter Harkam entscheidet auf Elfmeter, den Jurdik souverän verwandelt. Wattens kommt, gestärkt durch den 2 Tore Vorsprung, zu einigen Möglichkeiten: Katnik setzt einen Distanzschuss neben das Tor (69.), Gebauer trifft den Ball im Fünfmeterraum nicht ordentlich (70.) und Gugganig köpft den Ball nach Pranter-Freistoß links neben das Tor. Becirovic  versucht mit einem Distanzschuss noch vergebens den FAC zurück ins Spiel zu bringen (75.).  In den Schlussminuten kann sich  Schlager  noch zwei Mal auszeichnen und verhindert damit  den dritten Gegentreffer aus Sicht des FAC. In der 78. Minute  beweißt er sich im 1 gegen 1 gegen den alleinstehenden Pranter, zwei Minuten später fischt er einen von Jurdik verlängerten Freistoß aus dem Eck. Davies in der Nachspielzeit mit dem allerletzten  Aufbäumen – sein Schuss geht jedoch am Tor  vorbei. Es bleibt beim 0:2, auch weil Wattens nach dem zweiten Treffer nicht mehr viel zulässt  und der FAC anschließend phasenweise ideenlos agierte.

Floridsdorfer AC (4-2-3-1):  Schlager – Becirovic, Kreuzriegler, Raischl, Kröpfl – Viertl, Tursch (72. Lubega) – Dos Santos (63. Danko), Sahanek (63. Grbic), Davies – Hirschhofer

WSG Wattens (4-3-2-1):  Oswald – Zimmerhofer (45. Svejnoha), Neurauter, Gugganig, Buchacher – Toplitsch (61. Katnik), Kekez, Nitzlnader (45. Mader) – Gebauer, Pranter – Jurdik

Tore:  0:1 Raischl (ET, 54.), 0:2 Jurdik (E, 61.)

Gelbe Karten: Kreuzriegler, Becirovic, Raischl, Davies, Lubega, Hirschhofer (FAC) bzw. Pranter, Gugganig (WSG)

Schiedsrichter: Alexander Harkam

Stimmen zum Spiel

Franz Maresch (Trainer FAC):
… über das Spiel: „Es ist schade. Man sieht wir sind da und wollen das Tor machen. In der zweiten Halbzeit bekommen wir sofort das Tor. Wir sind in Überzahl, der Stürmer kommt nach vor, der Verteidiger ist vor ihm, aber fälscht den Ball ins eigene Tor ab.“

… über Emotionen beim Spiel: „Man darf sich schon ärgern. Das gehört zum Fußball dazu.“

… über die Heimspiele: „Es war eine gute erste Halbzeit und wir konnten dann aber unser Vorhaben nicht mehr umsetzen – vielleicht funktioniert es auswärts besser.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Wattens):
… über Florian Mader: „Mader tut uns sehr gut. Er packt seine ganze Routine in die Zweikämpfe und sämtliche Aktionen – das war mit Sicherheit der Schlüssel zum Erfolg.“

… über die Absicherung gegen den Abstieg: „Wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist, sind wir sicher, aber wir können jetzt zumindest einmal Luft holen.“

Benjamin Pranter (WSG Wattens):
… über das Spiel: „Es war kein schönes Spiel – das ist der Witterung und dem Platz geschuldet. Die erste Halbzeit war ganz schlecht, in der zweiten Halbzeit wollten wir den Sieg mehr und haben besser gespielt.“

… über den möglichen Klassenerhalt: „Gerettet sind wir erst, wenn es die Punkte sagen. Wir haben die letzten drei Partien nicht wirklich gut gespielt und sind umso glücklicher über die fünf Punkte aus den letzten Spielen.“

Florian Mader (WSG Wattens):
… über seine Rolle im Team des WSG Wattens: „Es ist wichtig, Ruhe im Ballbesitz auszustrahlen und in gewissen, entscheidenden Situationen schnell umzuschalten und schnelle Gegenangriffe einzuleiten.“

… über die Tabellensituation: „Es sind wichtige drei Punkte und ein guter Weg, aber es dauert noch ein wenig, bis wir das hoffentlich fixieren können.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
… über die Leistung des WSG Wattens: „Hochachtung gebührt Thomas Silberberger – er weiß, welche Art von Fußball in der Ersten Liga besteht. Der kommt in erster Linie über Laufarbeit und das kämpferische Element. Was sie nach dem Aufstieg auf die Beine gestellt haben, ist allererster Güte.“

… über die Situation des FAC: „Für den FAC wird es sehr schwierig. Es fehlen viele Siege und ich wüsste nicht, gegen wen man gewinnen sollte. Ich glaube, dass es der FAC auf sportlichem Wege nicht schaffen wird.“

 

 

 

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