Erster Heimsieg in der Geschichte gegen Lustenau

Der FAC traf in der 21. Runde der Sky Go Erste Liga auf den zweitplatzierten der Liga, SC Austria Lustenau und feierte einen wichtigen 1:0 Heimerfolg. Grbic mit dem Goldtor.

Vor dem Spiel gegen die Lustenauer standen die Zeichen für einen Erfolg jedoch denkbar schlecht: In fünf bisher gespielten Partien konnte sich der FAC in der Heimstätte kein einziges Mal gegen die Vorarlberger durchsetzen. Mit zwei Unentschieden ging man immerhin nicht immer leer aus. Es blieb allerdings zu hoffen, dass die Vorarlberger auf Grund der letzten beiden Niederlagen vor der Winterpause und der Abgabe der Tabellenführung an den LASK, vielleicht bei der ein oder anderen Situation unsicherer als sonst auftraten.

Der Favorit aus Lustenau spielbestimmend, aber ohne echte Torchance in Hälfte Eins.

Nach der Spielpause im Winter, hieß es gestern für die Anhänger der beiden Klubs bei teils böigen Bedingungen am Spielfeldrand der kühlen Brise Stand zu halten. Stand zu halten galt es auch für den FAC gegen den im Vorfeld ausgemachten Favoriten.

Schon zu Beginn zeigt sich, wie die Marschrute der Lustenauer Mannschaft, angeführt unter Trainer Lassaad Chabbi, auszusehen hatte. Mit einem langen, gehobenen Pass auf Valentin Grubeck wird der FAC vor eine schwer lösbare Aufgabe gestellt. Im Eins-gegen-Eins Duell mit Gegenspieler Völkl setzt sich der ehemalige U20 Nationalteamspieler durch und serviert in Folge seinem MitspielerJulian Wießmeier, der nach Schien- und Wadenbeinbruch eine 5 monatigen Verletzungspause ertragen musste, den Ball mustergültig auf den Fuß. Der Abschluss des offensiven Mittelfeldspielers (6.) allerdings zu zentral, sodass Goalie Schlager seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand bewahren kann. In der ersten halben Stunde hat die Austria aus Lustenau das Spiel fest im Griff – der FAC, wie zu erwarten am reagieren, anstatt selbst die Initiative ergreifen zu können. In der achtzehnten Spielminute dann Elfmeteralarm im Strafraum der Floridsdorer: Grubeck schießt Hirschhofer an, von dort wird der Ball über das Knie auf die Hand gelenkt. Schiedsdrichter Ciochirca entscheidet nicht auf Strafstoß. Die nächste Aktion: Lustenau Spieler Durmus kommt zum Schuss, schließt aber zu schwach ab um den FAC zu gefährden. Dann auch einmal eine Chance der „Blau-Weißen“: Zuerst Hirschhofer im schnellen Zusammenspiel mit Dos Santos Dias in der Mitte. Dias leitet den Ball weiter auf seinen Mitspieler Grbic, der dann im Strafraum abzieht. Der abgelenkte Torschuss kommt unangenehm auf das Tor von Knett. Gerade noch mit einem Reflex verhindert der Schlussmann den Rückstand (41.) Trotz der Führung in der Ballbesitz-Wertung, bleibt der SC Austria Lustenau, vor den Augen einer mitgereisten Altach-Delegation bis zur Pause als spielbestimmende Mannschaft ohne Torerfolg.

Tag der Außenseiter – Dank Sieg den Anschluss gehalten

In der Pause dann ein Wechsel, Völkl machte Platz für Michael Berger, der im Winter vom Wolfsberger AC geholt wurde. In Hälfte zwei zuerst ähnliches Spiel wie in den ersten 45 Spielminuten. Haring nähert sich nach einem Standard dem FAC Tor mit einem knapp neben den Pfosten platzierten Kopfball an (50.) Neun Minuten später klingelt es dann das erste Mal. Einen schnell ausgeführter Freistoß von FAC-Kapitän Viertl, übernasert Grbic am schnellsten, nimmt sich den Ball auf elegante Art und Weise mit und trifft den Ball dann wuchtig auf halber Höhe. Keine Chance für den Schlussmann von Austria Lustenau den Ball zu halten – 1:0 Führungstreffer für den FAC. Plötzlich dreht sich das Spiel und der FAC dank des Treffers im Rücken mit einer breiten Brust: Lubega spielt hinaus auf Becirovic. Ideale Flanke auf Berger, der eigentlich nur noch zum 2:0 einschieben muss, aber den Ball in aussichtsreicher Position verpasst. Lustenau gelingt es nicht mehr, entscheidende Akzente zu setzen. Nach zehn sieglosen Spielen in Folge gelingt dem FAC beim Debüt des neuen Trainerteams wieder einmal einen vollen Erfolg einzufahren. Ein sehr wichtiger auch deshalb, weil mit Blau-Weiß Linz, Horn und Wattens auch die „Kleinen“ im unteren Tabellenviertel der Liga überraschende Erfolge einfahren.

Floridsdorfer AC (5-3-2): Schlager – Völkl (46. Berger), Milenkovic, Kröpfl, Kreuzriegler, Becirovic – Viertl (K), Dos Santos Dias, Hirschhofer – Lubega (87. Markoutz), Grbic (83. Sahanek)

SC Austria Lustenau (5-3-2): Knett – Joppich (71. Sobkova), Tuncer, Stark (62. Bruno), Haring, Grubeck – Bolter (K), Grabher, Wießmeier – Jailson (71. Pedro), Durmus

Tore: 1:0 Grbic (59.)

Gelbe Karten: Viertl, Grabher, Grubeck

Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca

Zuschauer: 580

FAC Man of the Match: Grbic

Franz Maresch (Floridsdorfer AC): „Wir haben uns heute den Sieg erarbeitet, und einen Spielplan gehabt, der uns aufgegangen ist. Am Anfang hat man vielleicht gesehen, dass es mit dem Zugriff des Spiels noch gedauert hat. Es ist dann in der zweiten Halbzeit besser geworden. Da hat man dann klar gesehen, was wir am Spielfeld vorhaben.“

Lassad Chabbi (SC Austria Lustenau): „Dwamena ist für mich Geschichte. Man hat heute gesehen, dass die Jungen vor dem Tor noch mehr Selbstvertrauen brauchen. Daran werden wir hart arbeiten. Die Niederlage ist kein Rückschlag für den Titelkampf. Wir haben heute auch gezeigt, dass wir gut Fußball gespielt haben. Es sind noch fünfzehn Spiele ausständig.“

Adrian Grbic (FAC Wien):Wir haben als Kollektiv 90 Minuten sehr gut dagegengehalten. Wir hatten nicht viele Chancen, aber eine Chance hat gereicht. Wir haben das Tor gemacht und verdient gewonnen.“

Thomas Hirschhofer (FAC Wien): „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, wir müssen sowieso auf uns schauen. Wenn wir weiter so auftreten, dann haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.“

Julian Wießmeier (SC Austria Lustenau): „Wir waren die meiste Zeit in Ballbesitz, haben alles versucht, aber wir haben keine Ideen gehabt. Dann haben wir einmal hinten nicht aufgepasst und dann ist es passiert. Der FAC stand hinten drin, sie wollten kaum Fußball spielen, aber wir haben kein Mittel dagegen gefunden. Wir haben uns viel zu wenig Torchancen herausgearbeitet und dann ist es schwer ein Tor zu machen.“

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