Niederlage gegen Lieferinger Youth League Truppe

Fac Liefering

Viel Trubel gab es bereits vor Anpfiff des Spiels gegen Liefering. Mit Geschäftsführer Glawogger und Amateurtrainer Gruber hat im Vorfeld nämlich ein neues Trainerteam auf der Bank Platz genommen. Den neu entfachten Spirit in der Kabine konnte man leider nicht auf das Spielfeld mitnehmen. Am Ende setzte es eine 0:3 Heimniederlage gegen die Salzburger. 

Mit sieben Youth League Siegern in der Startformation dominieren die Lieferinger die Partie. Mit einem sehenswerten Volley bringt Amadou Haidara die Gäste in Führung (21.). Einem unglücklichen Eigentor von Michael Berger (31.) folgt kurz darauf Gelb-Rot für Daniel Raischl (40.). Lieferinger Powerplay im zweiten Durchgang bringt vorerst nichts Zählbares, erst in der Nachspielzeit gelingt Lorenz Grabovac der dritte Treffer (91.) zum 0:3 Endstand.

Floridsdorfer AC (4-2-3-1):  Fraisl – Berger, Raischl, Kreuzriegler, Kröpfl –Tursch, Völkl (76′ Becirovic) – Dos Santos Dias (46′ Danko), Sahanek (K), Davies (46′ Viertl)  – Hirschhofer

FC Liefering (4-2-3-1):  Miguel (K) – Mensah (82′ Grabovac), Igor, Meisl, Mayer -Berisha (74′ Filip), Gorzel, Haidara, Tekir (66′ Karic) – Prevljak, Daka

Tore:  0:1 Haidara (21′), 0:2 [ET] Berger (31′), 0:3 Grabovac (92′)

Gelbe Karten: –

Gelb-rote Karten:  Raischl (FAC)

Schiedsrichter: Rene Eisner

 

Stimmen zum Spiel

Dominik Glawogger (Geschäftsführer und Interimstrainer FAC Wien):

…über das Spiel: „Wir haben eigentlich gut begonnen. Die Mannschaft war die ersten zehn Minuten sehr aktiv, haben eigentlich auch gleich zu Beginn zwei Halbchancen gehabt. Wenn wir die besser fertig spielen, wäre diese 1:0 Führung wahrscheinlich für die ganze Moral und für das Selbstvertrauen der Mannschaft natürlich enorm wichtig gewesen. Dann gehen wir mit einem Tausendguldenschuss 1:0 in Rückstand und dann war es natürlich schwierig. Mit einem Mann in Unterzahl war eigentlich das Ziel das Ergebnis nur noch zu verwalten. Wenn der Spielverlauf heute ein bisschen mehr auf unserer Seite gewesen wäre hätten wir da etwas mitnehmen können.“

…über den Rückstand auf das neuntplatzierte Horn: „Für alle die gut rechnen können, sind es jetzt sechs Punkte Rückstand. Das heißt für uns, dass wir am Montag natürlich unbedingt gewinnen müssen.“
…vor dem Spiel über die Trainerentscheidungen beim FAC: „Da muss man einfach dazu sagen, dass die Trainerentscheidung beim FAC, wenn man sich die Statuten näher ansieht, eine Aufsichtsratsentscheidung ist. Da gibt es ein sechsköpfiges Gremium, die darüber befinden wer Trainer beim FAC wird und wer nicht.“

…vor dem Spiel darüber ob die Entlassung von Franz Maresch ungerechtfertigt war: „Nein, wenn man sich die Ergebnisse im Frühjahr ansieht, sind wir das zweitschlechteste Frühjahrsteam und wir hatten einfach nicht mehr das Gefühl, dass wir den Turnaround schaffen können.“

 

Marco Sahanek (FAC Wien):

…über das Spiel: „Ich glaube wir haben gut angefangen und dann haben wir uns durch Eigenfehler die Tore quasi selbst geschossen. Im Abstiegskampf, wenn wir da hinten stehen, müssen wir probieren die Eigenfehler wegzulassen, das ist jetzt natürlich leicht gesagt. Dann hätte das glaube ich heute viel besser ausschauen können.“

…über die Bedeutung dieser Niederlage im Abstiegskampf: „Wir müssen sowieso auf uns selbst schauen. Natürlich ist es blöd, jetzt sind sie sechs Punkte vor uns, aber wir müssen von Spiel zu Spiel auf uns schauen. Wenn wir keine Punkte machen, ist es sowieso egal was die anderen machen. Nächste Runde ist einmal ein Pflichtsieg für uns, weil sonst brauchen wir glaube ich gar nicht mehr viel reden.“

 

Walter Brand (Obmann FAC Wien):

…über die ungewöhnliche Situation von Jürgen Halper: „Herr Halper war immer ein vereinstreuer Mann und hat uns in jeder Situation geholfen. So war es auch für diese Situation ausgemacht, wo wir uns eben kurzfristig von Trainer Maresch getrennt haben und er ersucht wurde, dass er uns hier hilft. Dass er so daran gedacht hat, hier auf der Trainerbank zu sitzen, das war eigentlich nicht vorgesehen.“

…über die Entlassung von Franz Maresch: „Grundsätzlich war Herr Maresch ein toller und guter Trainer. Er hat nur eines mit seinem Team nicht geschafft, dass er sie auf die sportliche Erfolgsspur gebracht hat. Es war dann schon nach Horn und Blau Weiß Linz, wie wir die zwei Heimniederlagen hatten, eine Überlegung wert und jetzt wo wir die beiden letzten Spiele verloren haben gegen Innsbruck und Wattens war das auch der Fall. Wir mussten einfach ein Zeichen setzen.“

 

Thomas Letsch (Trainer FC Liefering):

…über das Spiel: „Ganz zufrieden wirke ich ganz bestimmt nicht. In der zweiten Halbzeit habe ich die Gier vermisst, dass wir Tore machen wollen. Der Gegner wollte gar nichts mehr. Ich weiß nicht, die wollten das 2:0 halten und wir hatten zwar gefühlt achtzig Prozent Ballbesitz, aber dieser Wille unbedingt noch Tore zu machen hat mir gefehlt und ich bin froh, dass wir wenigstens noch das Dritte gemacht haben, dass wir die zweite Halbzeit dann auch gewonnen haben. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, wir haben das Spiel über neunzig Minuten völlig kontrolliert. Es ist Jammern auf hohem Niveau, aber das ist mein Job.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über das Eigentor von Michael Berger: „Das ist natürlich extrem unglücklich, überhaupt keine Frage, weil er ja auch unbedrängt ist um den Ball abzuwehren.“

…vor dem Spiel über das Erfolgsrezept bei Red Bull und den Gewinn der Youth League: „Red Bull macht eine Arbeit die ist gut, wenn nicht hervorragend, was Nachwuchsarbeit betrifft. Da muss man wirklich Hochachtung zollen und der Sportchef Tanner hat auch gemeint, dass das ein planmäßiger Weg ist. Man kann Red Bull gegenüber eingestellt sein wie man mag, aber eines muss man schon sehen. Dieser Verein hat in den letzten Jahren einen Transfererlös von 100 Millionen Euro erzielt. Das hat dann nichts mehr zu tun mit Zufall, Glück oder weil sie viel Geld haben, sondern weil mit guter Arbeit.“

…vor dem Spiel über die vielen Trainerwechsel beim FAC: „Das zieht sich ja wie ein roter Faden bei den Floridsdorfern durch seitdem sie in der Sky Go Ersten Liga sind. Der Verein hat sehr viel investiert in Infrastruktur, aber dieses Geld fehlt ganz klar bei der Mannschaft.“