Kantersiege und neue Heimat

Die strukturelle und sportliche Entwicklung schritten rasant voran. Zahlreiche Erfolge und Kantersiege konnten eingefahren werden. Mitte Juni 1906, verfügte der noch junge Verbandsverein schon über 3 Mannschaften und das Klublokal im Andreas Platzers Gasthaus in der Rautenkranzgasse 33 im 21. Bezirk. Gespielt wurde gegen die Vereine Sport Club Slovan, Sport Vereinigung Rudolsfshügel, 1. Simmeringer Sport Club, Fußball Club Wiener Kicker, Währinger Bicycleklub, Sport Club Red Star, Fußball Club Ostmark, Olympia und Die weißen Elf. Im September folgte dann ein weiteres Highlight: Das Spiel auf der hohen Warte gegen einen Großverein Wiens – der zweiten Mannschaft der Vienna. Ein weiteres Ereignis war die Eröffnung der ersten Heimstätte der Floridsdorfer, dem „Birner-Platz“, wo sich für gewöhnlich um die 1000 Fans trafen um den Blau-Weißen Ballkünstlern auf die Beine zu schauen (07.10.1906). Bereits am 14. Oktober 1906 wurde ein neuer Platz an der Nordbahnbrücke mit einem Spiel gegen den SK Slovan Wien vor abermals 1000 Zuschauern eröffnet. Den alten Platz übernahm der SC Hakoah Wien.

Ein Nationalspieler vom FAC

Am 09.07.1907 nahm man am im neuen ins Leben gerufenen Wiener Cup teil. Dort besiegte man unter anderem überraschend Rapid Wien und schaffte den Einzug ins Wiener-Cup Finale, wo man gegen die Vienna knapp mit 1:0 verlor.
Auf Grund der guten Leistungen entschloss sich der Verband dazu den FAC mit Beginn der Saison 1908/09 in die 1. Spielabteilung einzureihen. Erstmals spielte man auf Augenhöhe mit Vereinen wie den Cricketern, der Vienna, dem Sportclub oder Rapid in der Erstklassigkeit. Im Herbst 1908 übertrug man seinen alten Platz der Viktoria, spielte während dieser Zeit nur in der Fremde. Ab 8. Mai 1909 feierte man Erfolge in der neuen Heimstätte – dem „Floridsdorfer Sportplatz“ und trennte sich in der ersten Partie mit 3:3 Remis gegen die Vienna. Nach erfolgreichen Spielen gegen Rapid, dem damaligen Wiener Spitzenklub WAC und dem Lieblingsgegner, der Wiener Austria, setzte man sich auch in den nächsten Jahren in der höchsten Liga fest und bestritt zudem in Budapest ein Spiel gegen den ungarischen Renommierklub Ferencvaros. Mit Tormann Heinrich Plhak gelingt es im Herbst 1913 dann auch dem ersten Spieler des FAC nicht nur in der Wiener Auswahl sondern auch für das Österreichische Nationalteam aufzulaufen. Und auch auf die Jugend legte der FAC ab sofort viel Wert. Ab November 1913 sollte mit einem eigens gegründeten Nachwuchsbetrieb der Verein nun auch auf Grund seiner Zöglinge in aller Munde sein.