FAC empfängt Geburtstagskind Admira Wacker in alter Heimat
Ein altes Traditionsduell steht am Samstag in der Wiener Hopfengasse auf dem Programm. Der FAC trifft im „Floridsdorfer Derby“ auf Admira Wacker, dessen Vorgängerverein bis 1966 in Floridsdorf beheimatet war. Zudem feiert die Admira am Spieltag ihren 121. Geburtstag.
Für den Floridsdorfer Athletiksport-Club bringt die 9. Runde der ADMIRAL 2. Liga ein historisch interessantes Duell. Mit Admira Wacker treffen die Blau-Weißen auf jenen Verein, der bis 1966 seine Heimspiele als Admira Wien in der Hopfengasse ausgetragen hat. 1971 folgte die Fusion mit Wacker Wien und der Umzug in die Südstadt. Am Samstag (15:30 Uhr/Laola1) kommt es zum zwölften Aufeinandertreffen in knapp 20 Jahren. Geschenke sollen dabei nur vor Spielbeginn verteilt werden. Das „Geburtstagskind“ erhält anlässlich ihres 121-jährigen Bestehens vor dem Spiel vom FAC-Präsidium eine Torte überreicht.
In der Tabelle liegen die Mannschaften zwar vier Plätze auseinander, doch wegen des dichten Mittelfelds trennt die Teams lediglich ein Punkt. Die Floridsdorfer verloren ihr letztes Spiel in letzter Minute bei Austria Salzburg mit 1:2, die Admira kommt hingegen mit einem 3:2-Erfolgserlebnis über den ASK Voitsberg nach Wien.
Enttäuschung nach Nackenschlag
Nach der späten Niederlage in Salzburg gibt es dennoch positive Nachrichten aus Floridsdorf. Der Ex-Admiraner Marcus Maier feierte nach über fünf Monaten Verletzungspause sein Comeback auf dem Platz: „Ich habe mich extrem gefreut, dass ich wieder am Platz stehen und aktiv ins Geschehen eingreifen konnte. Dazu gleich bei einem richtigen Highlight-Spiel. Es war besonders für mich über 90 Minuten ein sehr intensives Spiel. Wichtig ist, dass ich fit bin und eine gute Leistung bringen konnte.“
Dennoch lässt sich die Enttäuschung über die späte Niederlage in Salzburg nicht verbergen: „Wir können nicht leugnen, dass es ein Nackenschlag war und wir schon sehr enttäuscht nach den zwei späten Gegentoren waren. Man hadert natürlich eine Zeit lang damit, aber man versucht, das Geschehene in Gesprächen Revue passieren zu lassen. Wir konzentrieren uns auf die positiven Dinge und bereiten uns gut auf die Admira vor.“
Der gebürtige Wiener und FAC-Mittelfeldmotor Marcus Maier verbrachte mehr als zwölf Jahre seiner fußballerischen Jugend bei den Südstädtern. Entsprechend groß ist die Vorfreude: „Für mich ist es immer etwas Besonderes. Ich habe von der Akademie bis zu den Profis in der Bundesliga spielen dürfen. Inzwischen hat sich bei der Admira einiges geändert und ich kenne nicht mehr viele Leute dort. Dennoch freue ich mich sehr auf dieses Duell. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir die drei Punkte daheim behalten.“
„Wir müssen bis zum Schlusspfiff konzentriert bleiben“
In den bislang elf Begegnungen mit der Admira kann der FAC drei Siege vorweisen. Vier Mal konnte die Admira gewinnen und ebenso viele Unentschieden stehen in der ewigen Bilanz. Der letzte FAC-Dreier liegt allerdings schon über drei Jahre zurück. Im September 2023 konnten sich die Blau-Weißen daheim mit 3:2 durchsetzen. „Wir haben oft durch späte Gegentore gegen die Admira verloren, was diese Misere wohl erklärt. Darauf müssen wir jetzt besser vorbereitet sein. Es steht allerdings wieder eine komplett neue Mannschaft auf dem Platz, deshalb kann man das jetzt schwer vergleichen“, erklärt der Ex-Admiraner im Gespräch.
Blickt man auf die letzten fünf Begegnungen, spricht die Bilanz für die Niederösterreicher. Die Admira konnte dabei drei Siege und zwei Unentschieden gegen den FAC verbuchen.
Der 30-Jährige fordert im Duell gegen seinen Jugendklub Konzentration bis zum Schlusspfiff: „Die Admira hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder stabilisieren können. Sowohl offensiv als auch defensiv bringen sie viel Qualität mit. Wir müssen mit voller Intensität in dieses Spiel gehen, so wie wir uns das immer vornehmen. Es gilt, bis zum Ende konzentriert zu bleiben und unser Spiel durchzuziehen. Gemeinsam müssen wir mit Vollgas durchmarschieren und die nötigen Tore machen.“
Ein anderer Ex-Admiraner wird das Spiel allerdings fix verpassen. Niklas Schneider ist nach seiner gelb-roten Karte in der Vorwoche gesperrt und muss das Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Das Match gegen die Admira steht zudem im Rahmen der FairPlay-Aktionswochen. Gemeinsam mit der FairPlay-Initiative bestreitet der Floridsdorfer Athletiksport-Club den Spieltag unter dem Motto „Rassismus verliert. Immer. Keine Chance für Ausgrenzung, Diskriminierung und Hass.“
Anstoß am FAC-Platz ist am Samstag, dem 17. Oktober um 15:30 Uhr. Das Spiel wird im Stream auf Laola1 übertragen.

