FAC Wien setzt wirtschaftlichen Erfolg fort

Der Floridsdorfer Athletiksport-Club übertrifft im Wirtschaftsjahr 2025/26 erneut seine Rekorderlöse aus dem Vorjahr. Der Wiener Zweitligist erzielt einen Gewinn von rund 81.000 Euro und schreibt damit zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen.

Der Floridsdorfer Athletiksport-Club hat am Donnerstag, dem 15. Oktober, seinen vom externen Wirtschaftsprüfer geprüften, konsolidierten Jahresabschluss für die Saison 2025/26 fristgerecht bei der Österreichischen Fußball-Bundesliga eingereicht. Die Übermittlung Mitte Oktober ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, um Anfang März um die Lizenz für die höchste Spielklasse ansuchen zu können. Diese Möglichkeit möchte sich der FAC auch heuer offenhalten. Vereine, die ausschließlich um die Zulassung für die 2. Liga ansuchen, müssen ihre Finanzunterlagen erst am 16. November einreichen.

Drittes Jahr in Folge mit positivem Jahresergebnis

Der Jahresabschluss für den Zeitraum vom 01.07.2025 bis zum 30.06.2026 weist Erlöse von über 2,4 Millionen Euro aus. Die Rekorderlöse des Vorjahres konnten somit nochmals leicht übertroffen werden. Mit einem Jahresgewinn von rund 81.000 Euro steigert der FAC sein Eigenkapital auf rund 302.000 Euro.

FAC-Präsident Gerald Lehner zeigt sich mit der Entwicklung sehr zufrieden: „Wir sind sehr stolz auf den Weg, den der FAC in den vergangenen Jahren eingeschlagen hat. Die positive wirtschaftliche Entwicklung ist das Ergebnis harter Arbeit und der konsequenten Professionalisierung auf allen Ebenen unseres Vereins. Gleichzeitig dürfen wir uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen. Mein großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Partnern, Sponsoren und Unterstützern. Ihr Vertrauen und ihr Engagement sind eine unverzichtbare Grundlage dafür, den FAC nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Für Geschäftsführer Wirtschaft Stefan Krainz war die abgelaufene Saison mit dem vierten Tabellenplatz nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten dürfen wir auf diese Entwicklung sehr stolz sein. Unser positives Jahresergebnis beruht im Wesentlichen auf drei Säulen. Das sind zum einen die Erlöse aus unserem Partner- und Sponsorennetzwerk, die Einnahmen aus dem Österreicher-Topf der Bundesliga und zum anderen Transfereinnahmen. Unserem familiären Netzwerk aus Partnern und Sponsoren gilt dabei ein ganz besonderer Dank. Ihre Unterstützung bleibt für den FAC unverzichtbar.“

Wichtige Erlöse am Transfermarkt

Beim Einsatz österreichischer und insbesondere junger Spieler erreichte der FAC in der vergangenen Saison den Bestwert der 2. Liga: In 25 von 28 Spielen standen mindestens vier U22-Österreicher in der Startelf. Dies wurde mit erheblichen Mehreinnahmen aus dem Österreicher-Topf belohnt. Auch auf dem Transfermarkt erzielte der FAC erneut wichtige Erlöse, vor allem durch den Wechsel von Evan Eghosa Aisowieren zur SV Ried. „Nach dem Transfer von Oluwaseun Adewumi zum FC Burnley bestätigt sich, dass wir uns dahin entwickelt haben, für unsere jungen Talente entsprechende Ablösesummen erzielen zu können. Die Entwicklung junger Spieler ist damit nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein wesentlicher Bestandteil unseres Weges“, so Krainz.

Trotz des dritten Jahresgewinns in Folge blickt der FAC den kommenden Herausforderungen mit wirtschaftlicher Vorsicht entgegen. Durch die ab dieser Saison deutlich gesunkenen Bundesliga-Gelder und die angespannte Wirtschaftslage wird es schwieriger, die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre zu halten. „Mit dem erneuten Gewinn konnten wir unsere Eigenkapitalquote auf rund 50 Prozent erhöhen und unser finanzielles Fundament stärken. Das ist für die kommenden herausfordernden Jahre besonders wichtig. Das positive Jahresergebnis ist kein Grund, uns zurückzulehnen, sondern eine wichtige Voraussetzung, um den FAC nachhaltig abzusichern. Wir bleiben auf die Unterstützung unserer Partner und Sponsoren angewiesen und werden weiterhin vorsichtig wirtschaften, um aus unseren vorhandenen Mitteln das Maximum herauszuholen“, erklärt Krainz.

Das gesamte Gespräch mit Stefan Krainz könnt ihr HIER ansehen.