FAC will Saison mit Vize-Meistertitel in der Südstadt krönen
Der Floridsdorfer Athletiksport-Club gastiert in der 30. Runde der ADMIRAL 2. Liga bei Admira Wacker. Im Saisonfinale will der FAC seine starke Saison noch mit dem Vize-Meistertitel krönen.
Vergangenes Wochenende musste sich der Floridsdorfer Athletiksport-Club vor den TV-Geräten aus dem Titelrennen der heurigen ADMIRAL 2. Liga verabschieden. Durch das Last-Minute-Remis des Tabellenführers aus Lustenau bei Austria Salzburg sind die Aufstiegschancen der Floridsdorfer dahin. Dennoch wollen die Blau-Weißen ihre starke Saison mit weiteren drei Punkten abschließen.
Niklas Schneider, 22-jähriger Mittelfeldspieler der Blau-Weißen, durchlief über fünf Jahre lang sämtliche Nachwuchsabteilungen der Admira. Er läuft am Donnerstag erstmalig auf Profi-Ebene als Gegner in der DATENPOL-Arena auf. Für Schneider war es trotz verpassten Titels eine überragende Saison seiner Floridsdorfer: „Die meisten Spieler haben die Konferenz natürlich vor dem Fernseher mitverfolgt. Nach der 2:0-Führung von Salzburg war die Hoffnung relativ groß, dass in der letzten Runde noch alles möglich ist. Nach dem späten Ausgleich war das alles für uns natürlich sehr schade. Dennoch sind wir sehr stolz auf unseren Saisonverlauf, ganz egal auf welchem Platz wir am Ende stehen.“
Möglicher Vize-Meistertitel als krönender Abschluss
Rechnerisch ist für die Blau-Weißen maximal noch der Vize-Meistertitel möglich, jedoch ist man hier auf Welser-Schützenhilfe in St. Pölten angewiesen. Sollte der FAC bei Admira Wacker gewinnen und der SKN St. Pölten lässt im Heimspiel gegen Hertha Wels Punkte liegen, sind die Wiener Vize-Meister.
Nach dem zweiten Platz in der Saison 2021/22, in der sich die Floridsdorfer mit fünf Punkten ebenfalls Austria Lustenau geschlagen geben mussten, ist die neue Zielsetzung für die Herren aus der Hopfengasse klar: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren und das machen, was wir in der Hand haben. Wir wollen in der Südstadt unbedingt einen Sieg holen, um die Saison positiv abzuschließen. Im Idealfall schaut der Vize-Meistertitel am Ende raus“, gibt Schneider die Marschroute vor.
Auch die Gastgeber aus Maria-Enzersdorf mussten sich in der Vorwoche aus dem Titelrennen verabschieden. Mit der 0:3-Auswärtsniederlage beim FC Liefering hat sich die Mannschaft von Interims-Trainer Harald Suchard um die letzte Titelchance gebracht. Niklas Schneider über die Lage bei der Admira: „Für beide Teams ist es eine ähnliche Situation. Ich glaube, dass die Admira nochmal alles im letzten Spiel geben wird. Es wird sicher keine leichte Aufgabe werden.“
Stärkste Offensive gegen stärkste Defensive
Die Admira stellt in der laufenden Saison die stärkste Offensive. Insgesamt durften die Niederösterreicher 49-mal jubeln. Topscorer der Admira ist Alexander Schmidt, der elf Treffer und vier Assists in seiner Bilanz aufweist. Ein Wert, den auch FAC-Angreifer Lukas Gabbichler verbuchen kann.
Der stärksten Offensive steht der FAC mit der stärksten Defensive gegenüber. In 27 Spielen kassierten die Blau-Weißen nur 17 Gegentore. Großen Anteil daran hat auch Juri Kirchmayr, der von den Präsidenten, Managern und Trainern zum „Torhüter der Saison“ in der 2. Liga gewählt wurde. Der Torhüter wird vor Spielbeginn von Bundesliga-Aufsichtsrat Erwin Fuchs mit der entsprechenden Trophäe geehrt. Sollte der FAC gegen die Admira ohne Gegentor bleiben, wäre es seit dem Aufstieg in die 2. Liga die Saison mit den wenigsten Gegentoren. Lediglich in der Saison 2021/22 kassierten die Floridsdorfer 18 Gegentreffer. Seit der Einführung der 16er-Liga (2018/19) hat noch nie ein Team einen besseren Wert am Ende der Saison aufstellen können.
Niklas Schneider zur Ausgangslage vor dem Spiel: „Es wird sicher ein spannendes Duell. Wir sind auch in den letzten Spielen defensiv sehr gut gestanden. Auch im Hinspiel gegen die Admira war es ein sehr spannendes Spiel. Wir hoffen, dass wir unsere defensive Kompaktheit wieder auf den Platz bringen können.“
Duell auf Augenhöhe
Lediglich sieben Aufeinandertreffen gab es zwischen den Teams in der ADMIRAL 2. Liga. Der FAC konnte erst einen vollen Erfolg feiern, die Südstädter gingen immerhin zwei Mal als Sieger vom Platz. Vier Remis in der ewigen Bilanz versprechen ein Duell auf Augenhöhe. Eine Misere wollen die Blau-Weißen dennoch am letzten Spieltag der Saison 2025/26 beenden: Den bis dato letzten Sieg in der Südstadt konnten die Floridsdorfer am 14. März 2008 (0:2) einfahren – damals noch in der Regionalliga Ost unter dem Vereinsnamen „FAC Team für Wien“.
Niklas Schneider ist davon überzeugt, dass am Donnerstag diese Serie ein Ende findet: „Die Admira hat jede Saison eine sehr gute Mannschaft. Mit den Fans im Rücken macht es die Situation auch ein bisschen schwieriger. Da wir jetzt eine so gute Saison gehabt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die sieglose Serie zu brechen.“
Das bislang letzte Duell der beiden Traditionsclubs endete am FAC-Platz mit einem 1:1. Alexander Schmidt brachte die Admira zunächst in Führung (48.), ehe Tomislav Glavan (78.) spektakulär per Seitfallzieher in der Schlussviertelstunde noch ausgleichen konnte.
Anstoß in der DATENPOL-Arena ist am Donnerstag, 14. Mai, um 17:00 Uhr. Das Spiel wird im Stream auf Laola1 übertragen.

